Christiane Ludwig-Paul bekommt Landesehrenbrief überreicht

Ehrenbrief schon mit 36 Jahren

Würdigung / Christiane Ludwig-Paul übernimmt schon früh Verantwortung /  Lob über Parteigrenzen hinweg

Bürgermeister Christian Schönung (CDU) begrüßte die zahlreichen Gäste; neben Familie und Freunden die Weggefährten aus der Politik, aus der katholischen Kirchengemeinde und Vereinen.

Matthias Wilkes betonte in seiner Laudatio, dass der Landesehrenbrief nur einem erlesenen Kreis an engagierten Mitbürgern zuteilwerde. Die Besonderheit dieser Auszeichnung spiegele sich zudem in dem jungen Alter der Geehrten. Er sprach von einem „Rekord im Kreis Bergstraße“. Schon als 14-Jährige habe Christiane Ludwig-Paul Verantwortung in der Pfarrgemeinde St. Nazarius übernommen und wurde Gruppenleiterin in der KjG. Sie habe stets vor dem Hintergrund ihrer Werteorientierung gehandelt, der sie „wie eine Kompassnadel“ gefolgt sei.

Der Gradmesser gelte auch in der Politik. Mit 21 Jahren wurde sie als Vertreterin ins Stadtparlament gewählt, 2006 wurde sie stellvertretende Vorsteherin, vor einem Jahr Stadtverordnetenvorsteherin. Die ältere Generation habe ihr das Amt anvertraut.
Ihre politische Laufbahn prägt die Mitarbeit in verschiedenen Gremien: im Finanzausschuss, in der Kinder- und Jugendkommission, in der Arbeitsgruppe Feuerwehr, im Aufsichtsrat der Entwicklungs-Gesellschaft, in den Lenkungsgruppen „1250 Jahre Lorsch“ sowie „Weltkulturerbe“. Zudem ist sie im Verwaltungsrat der Sparkasse Bensheim vertreten. Ihre Karriere ging einher mit ihrer Mitarbeit in der CDU. Bereits als 19-Jährige engagierte sie sich im Vorstand: anfangs als Schriftführerin, später als stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes, seit 2003 als Vorsitzende. Seitdem ist sie kraft Amtes im Vorstand der Frauenunion.

Der Landrat: „Es ist gut, dass auch die junge Generation in der Politik eine Chance hat, ihren Weg zu gehen.“ Als Frau habe sie zudem ein Markenzeichen setzen können. „Sie sind die Angela Merkel von Lorsch geworden.“ Auch wenn ihr die Politik in die Wiege gelegt wurde und ihr Vater Vorbild war, habe sie privat ein Rückzugsgebiet gefunden. Besonderer Dank erging an ihren Ehemann Andreas.
Thilo Figaj sprach im Namen des Parlaments. In dem Gremium werde im angenehmen Klima strukturiert gearbeitet. „Christiane Ludwig-Paul weiß mit den Werkzeugen der Gemeindeordnung umzugehen und die Sitzungen stringent zu leiten“, lobte er. Der Vertrauensvorschuss, den man ihr eingeräumt habe, habe sich als gerechtfertigt erwiesen.
Klaus Schwab unterstrich für die CDU-Fraktion das Engagement der Geehrten, die nicht zufällig in so jungen Jahren zur Ersten Bürgerin der Stadt gewählt wurde. Beate Bläsius-Stefan bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde. Ludwig-PauI habe als 14-Jährige in der KjG ihre Talente entdeckt. Sie hob die Fastnachtsgottesdienste hervor, in denen Ludwig-Paul mal als Teufel, mal als Engel der Gemeinde den Spiegel vorhielt.
Heribert Koob bedankte sich im Namen des Fastnachtsvereins „Närrische Drei“. Die Geehrte trat als Protokollantin in die Bütt und traf den richtigen Ton, wenn sie die Politik in den Fokus nahm. Ludwig-Paul bedankte sich für die große Ehre. Sie unterstrich, dass ehrenamtliches Engagement eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Sie habe erfahren, dass sie nicht nur gegeben, sondern auch bekommen habe. In der CDU habe sie ihre politische Heimat gefunden. Als Stadtverordnetenvorsteherin habe sie gelernt, die parteipolitische Brille abzunehmen.
„Das gemeinsame Ziel, Lorsch auszubauen, verbindet über Parteigrenzen hinweg.“ Ludwig-Paul betonte: Die Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief sei kein Abschluss ihres Engagements, sondern nur ein Innehalten. In der Feier setzten Freunde und Verwandte musikalische Akzente: Christian Humbert, Ronja Humbert, Julia Gross und Zoé Brunner.

Bericht aus Echo Online, 1. Juni 2012, moni

 

Alle Bilder der Fotogalerie von Dr. Jürgen Gross: