Zahlreiche Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen am 18. Juni um 19 Uhr im Haus Emmaus zur kommunalpolitischen Mitgliederversammlung zusammen. Die Begrüßung und Moderation übernahm der Fraktionsvorsitzende Jürgen Sonnabend. Im Mittelpunkt des Abends standen ein Rückblick auf die Kommunalwahl 2026, aktuelle Entwicklungen aus der Stadtpolitik sowie ein Ausblick auf zentrale Projekte und den geplanten Haushalt.
Zu Beginn der Versammlung wurde der neu formierte Fraktionsvorstand vorgestellt. Mit dabei waren auch der Erste Stadtrat Olaf Jünge sowie die Stadtverordnetenvorsteherin Christiane Ludwig-Paul, die jeweils Einblicke in ihre Arbeit und die aktuellen politischen Schwerpunkte gaben. Der Rückblick auf die Kommunalwahl verdeutlichte die veränderten politischen Kräfteverhältnisse, aber auch die daraus resultierenden Aufgaben für die kommende Legislaturperiode.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildeten die Berichte aus den Ausschüssen. Aus dem Haupt- und Finanzausschuss wurde unter anderem über das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ berichtet, das die Attraktivität der innerstädtischen Bereiche stärken soll. Ebenso stand die Gebührensatzung für den Wohnmobilstellplatz auf der Agenda. Hier ging es insbesondere um eine ausgewogene Gestaltung der Gebührenstruktur, die sowohl wirtschaftlichen als auch touristischen Interessen gerecht werden soll.
Aus dem Ausschuss für Bau, Umwelt und Weltkulturerbe wurden zahlreiche laufende und geplante Bauprojekte vorgestellt. Diskutiert wurden unter anderem die Arbeiten im Bereich des Klosters, in der Siegfriedstraße sowie in der Friedrich-Ebert-Straße. Weitere Projekte betreffen die Odenwaldallee, die Seehofstraße Nord sowie das Klinikgelände an der Wilhelm-Leuschner-Straße und am nördlichen Starkenburgrings. Die Bandbreite der Themen zeigte deutlich die Herausforderungen, vor denen die Stadt im Bereich Stadtentwicklung und Infrastruktur steht.
Auch der Regionalplan Südhessen war Gegenstand der Vorstellung. In diesem Zusammenhang wurden Aspekte des Flächennutzungsplans sowie das Gewerbeflächenkonzept vorgestellt. Die langfristige Sicherung und Entwicklung von Gewerbeflächen wurden dabei als zentrale Aufgabe hervorgehoben.
In diesem Kontext wurde auch das interkommunale Gewerbegebiet angesprochen. Hierzu müssen die tatsächlichen Fakten erhoben werden; eine abschließende Bewertung steht entsprechend noch aus.
Ein weiteres Thema war die geplante barrierearme Verbindung zwischen Innenstadt und Wingertsberg. Ziel ist es, die Zugänglichkeit und Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger deutlich zu verbessern und damit einen wichtigen Beitrag zur inklusiven Stadtentwicklung zu leisten.
Der Haushaltsplan 2026 wurde vorgestellt. Dieser ist derzeit noch nicht genehmigt, jedoch wurden bereits zentrale Eckdaten und Herausforderungen präsentiert. Deutlich wurde, dass die finanzielle Lage der Kommune weiterhin angespannt bleibt und eine sorgfältige Priorisierung der Projekte erforderlich ist.
Zum Abschluss der Versammlung wurden die Fortschritte der Sanierung der Nibelungenhalle und der Freiraumgestaltung präsentiert.
Die Mitgliederversammlung bot insgesamt einen umfassenden Überblick über die aktuellen politischen Entwicklungen und machte deutlich, wie vielfältig die Themen auf kommunaler Ebene sind. Gleichzeitig wurde der konstruktive Austausch zwischen Mandatsträgern und Mitgliedern als wichtige Grundlage für die weitere politische Arbeit hervorgehoben.
Im Anschluss an den offiziellen Teil klang der Abend in entspannter Atmosphäre im Freigelände des Hauses Emmaus aus. Bei Snacks und Getränken nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und vertieftem Austausch.