Neubau einer städtischen Sporthalle im Ehlried – CDU kündigt Antragsinitiative an

Die Diskussion über den Neubau einer Mehrfeldhalle im Ehlried stand als zentraler Tagesordnungspunkt auf der Agenda der letzten CDU-Fraktionssitzung. Nachdem im vergangenen Jahr sowohl der Tvgg als auch der Magistrat öffentlich Stellung bezogen haben, stand am Ende der Debatte das Ergebnis, dass die CDU auf eine zeitnahe politische Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung dringt.

Positionen von Magistrat und Tvgg liegen auf dem Tisch

Im Zuge der Priorisierung der anstehenden städtischen Investitionsmaßnahmen wurde der Beschluss gefasst, dass dem Bau einer Mehrfeldhalle im Ehlried, um der gestiegenen Nachfrage nach Hallenfläche gerecht werden zu können, die höchste Priorität zukommt. „Damit verbunden ist die Erwartung, dass mit der Realisierung des Vorhabens zeitnah begonnen wird, zumal die Positionen von Magistrat und Tvgg auf dem Tisch liegen“, fasst Fraktionsvorsitzender Ferdinand Koob den aktuellen Sachstand und die Erwartungen der CDU-Fraktion zusammen.

Die Stadt Lorsch hat im Jahr 2015 das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) mit einer Analyse und Untersuchung der vorhandenen Hallenkapazitäten, deren Nutzung durch die Vereine sowie der Feststellung des bestehenden Bedarfs an Hallenflächen beauftragt. Am Ende der Untersuchung stand das Ergebnis, dass ein Mehrbedarf an Hallenflächen besteht.

Durch ein geändertes Nutzungsverhalten und einer stärkeren Nachfrage nach unterschiedlichen Sportangeboten, die aktuell nicht realisiert werden können, ist anzunehmen, dass sich dieser Bedarf weiter erhöht hat. „Für meine Fraktion ist die Antwort zur Lösung des bestehenden und zukünftig noch weiter zunehmenden Bedarfs nach Hallenkapazitäten die des Neubaus einer städtischen Sporthalle im Ehlried. Hierbei ist es unerlässlich, dass die neu zu planende Sporthalle den bestehenden und in den kommenden Jahren prognostizierten Bedarf deckt“, so Koob.

CDU kündigt Antragsinitiative an

Für die kommende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Ende Februar kündigt die CDU-Fraktion eine Antragsinitiative an. Als Eckpunkte des Antrags sind neben der Darlegung von Konzepten zur Hallengröße, der Halleninfrastruktur und der Tribünenkapazität, die für einen Trainings- und Spielbetrieb konzipiert ist, auch die Frage nach den Investitions- und Folgekosten der verschiedenen Hallenvarianten und die daraus resultierende Belastung für den städtischen Haushalt zu nennen. Dies stellt sicher, dass abschätzbar ist, in welcher Höhe Investitions- und Folgekosten je nach Größe und Halleninfrastruktur bei Realisierung von unterschiedlichen Konzepten zu erwarten und über den städtischen Haushalt zu finanzieren sind.

„Der Antrag hat das Ziel, den städtischen Gremien eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Frage, welche Planung der Magistrat weiterverfolgen soll, aufzuzeigen. Mit einer gesetzten Frist bis Ende Mai stellen wir zudem sicher, dass wir mit dem Projekt vorankommen“, so Alexander Löffelholz.

Ferdinand Koob, 03.02.2020

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