CDU Lorsch veranstaltete 6. Politische Radtour

Schon zum sechsten Mal luden Fraktion und Vorstand der Lorscher CDU zu einer “politischen” Radtour ein. Stadtverbandsvorsitzende Christiane Ludwig-Paul sowie Fraktionsvorsitzender Klaus Schwab begrüßten mehr als 40 Teilnehmer trotz unbeständigem Wetter in der Hirschstraße.

Von dort radelte die Gruppe zum ersten Ziel, demStauwehr an der Weschnitz. Dort berichtete Geschäftsführer Ulrich Androsch vom Gewässerverband Bergstraße nicht nur von den Aufgaben des Verbandes wie etwa Hochwasserschutz, sondern auch von der seit 2009 gesetzlichen Verpflichtung zur Revitalisierung der Gewässer und deren Umsetzung in der Region. Am Stauwehr, an dem die alte und neue Weschnitz zusammenfließen, wurde Ende 2011 durch den Verkauf von Ökopunkten die Errichtung einer „Fischrampe“ ermöglicht. Nach mehr als einem halben Jahr Erfahrung bilanzierte Ulrich Androsch diesen Fischaufstieg als „Erfolgserlebnis für die Ökologie“. Dank der vielen Renaturierungsmassnahmen an der Weschnitz seien inzwischen wieder etwa 30 Arten an Fischen, Krebsen und Muscheln zu finden.

Weiter ging die Tour über Heppenheim zu der erst vor kurzem errichteten Fahrradbrücke zwischen Heppenheim und Lorsch. Doch zuvor sorgte Ehrenstadtrat Heinrich Ludwig mit kühlen Getränken und Eis für eine gelungene Überraschung.

Erster Stadtrat Friedel Emig berichtete von dem jahrelangen Wunsch nach dieser Brücke, die zur Überquerung der Weschnitz für Radfahrer und Wanderer notwendig ist. Erst 2011 wurden die Mittel durch die Straßenbauverwaltung bewilligt und von da an ging es sehr schnell. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme wurden durch die Stadt Lorsch (ca. 25 kEuro), die Stadt Heppenheim (ca. 47 kEuro) und das Straßenbauamt (ca. 235 kEuro) getragen.

In Hüttenfeld angekommen erwartete Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender des ZAKB die Lorscher Gruppe an der ehemaligen Kreismülldeponie. Zusammen mit Geschäftsführer Hilbert Bocksnick gab er viele Informationen rund ums Thema Müllverwertung, Aufgaben des ZAKBs und Vorstellung der Energieprojekte. Besonders beeindruckt waren die Lorscher Christdemokraten über die Nutzung der Energiepotenziale aus dem Abfall, wie zum Beispiel die geplante Errichtung der Biogasanlage in Heppenheim, in der der Bioabfall der Region energetisch verwertet werden soll. Ebenso die Errichtung der Fotovoltaikanlagen bei der vorhandene Flächen benutzt werden. Zum Abschluss konnten sich die Radfahrer ein Bild vor Ort von den Rekultivierungsvorhaben auf der Deponie Hüttenfeld machen.

Klaus Schwab und Klaus Eberle, die diese Radtour wieder organisiert hatten, waren mit der Durchführung und der Resonanz mehr als zufrieden.  Auf dem Nachhauseweg wurde für ein gemütliches Beisammensein beim Kleintierzuchtverein Lorsch Rast gemacht. Vorsitzende Ludwig-Paul dankte den Organisatoren im Namen aller Teilnehmer und verpflichtete die Beiden schon heute im nächsten Jahr wieder eine politische Radtour zu organisieren. Die politische Radtour ist längst ein fester Bestandteil im Jahresprogramm der Lorscher Christdemokraten geworden und man darf gespannt sein wie das Ziel in 2013 heißen wird.