Zeitnahe Entscheidung für Ärztehaus

CDU plädiert für Entscheidung Mitte 2020 / Fortschritte in der hausärztlichen Versorgung ausbauen / NORIE soll schnell Arbeit aufnehmen

Lorsch. Egal ob jung oder alt: Die ärztliche Versorgung vor Ort betrifft alle Generationen und war auch in Lorsch 2019 ein Thema von größter Brisanz. Umso erfreulicher ist es, dass gerade in diesem Bereich enorme Fortschritte zu vermelden sind. „Mit der Übernahme der Praxis Schmidt/Tilch-Schmidt durch ze:ro kommt die Lorscher Gesundheitslandschaft einen wichtigen Schritt voran“, so zeigen sich CDU-Vorsitzender Alexander Löffelholz und Fraktionschef Ferdinand Koob erfreut, „hier gilt es anzusetzen und gleichermaßen die anderen Hausarztsitze in Lorsch zu sichern“. Die CDU plädiert aus diesem Grunde dafür, bei ze:ro für die Übernahme weiterer Praxen in Lorsch zu werben und parallel auch direkt mit potentiellen Ärzten zu verhandeln. „Wir freuen uns, dass die EGL hier bereits Erfolge erzielt hat und ihre erfolgreiche Arbeit weiterführen wird“, so Koob und Löffelholz, die sich gemeinsam mit Mitgliedern aus Vorstand und Fraktion der CDU direkt bei EGL-Geschäftsführer Matthias Herbener über den aktuellen Sachstand informiert haben.

Netzwerk NORIE nimmt Arbeit auf

Nach Vorstellung der Lorscher Christdemokraten soll auch das Netzwerk NORIE in Kooperation mit den Ried-Kommunen helfen. Hierbei geht es darum, alle Akteure aus dem Gesundheitswesen zu vernetzen und Voraussetzungen zur Ansiedlung von Ärzten und anderen Gesundheitseinrichtungen zu schaffen. „Wir verfügen in Lorsch und generell im Kreis Bergstraße über attraktive Gegebenheiten – diese wollen wir einsetzen, um die medizinische Versorgung in allen Facetten zu stärken“, so die CDU. Mit der baldigen Auftaktveranstaltung zu NORIE nimmt in Kürze die interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich Gestalt an.

Wichtiger Baustein für die Versorgung: Realisierung eines Ärztehauses in Kombination mit barrierefreiem Wohnen

Einen entscheidenden Baustein für die zukünftige Versorgung stellt laut Meinung der CDU auch die Ansiedlung eines Ärztehauses in Lorsch dar. „Wenn wir neue Ärzte anwerben wollen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass diese vor Ort moderne und attraktive Praxisräume vorfinden. Dies ist als Standortkriterium von größter Bedeutung“, so Alexander Löffelholz. Die CDU will sich deswegen dafür einsetzen, dass im Laufe des Jahres 2020 eine politische Entscheidung für einen Standort getroffen wird, um daraufhin in konkrete Verhandlungen mit Investoren eintreten zu können. Neben Praxen soll ein solcher Komplex weiteren barrierefreien Wohnraum schaffen, der ebenso dringend gebraucht wird. „Die Kombination aus Arztpraxen und der Schaffung von modernem barrierefreiem Wohnraum kann ein Erfolgsmodell für Lorsch werden“, so zeigt sich Ferdinand Koob überzeugt. Ein praktikabler Standort kann laut Auffassung der Christdemokraten das alte Feuerwehrgelände in der Schulstraße sein. Hier könnten sowohl Wohnen als auch Arztpraxen im Herzen der Stadt entstehen, wodurch eine gute Erreichbarkeit – auch fußläufig – für ganz Lorsch gewährleistet wäre. „Wichtig ist dabei, dass die Verkehrssituation dies zulässt und auf einem potentiellen Gelände ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen werden, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. „Die Übernahme weiterer Praxen, die Schaffung eines Ärztehauses sowie die Netzwerkarbeit mit NORIE sind Lösungswege, mit denen wir die Versorgung in Lorsch langfristig sicherstellen können“, so Löffelholz und Koob übereinstimmend.  

 

Alexander Löffelholz, 09.03.2020